2005 – Rollertreffen September

Seit sieben Uhr morgens war schon die kleine Truppe der Rollerclubmitglieder auf dem Betriebsgelände der Firma Hohage an der B 54, um Zelte, Tische und Bänke aufzubauen. Bislang hatten sich die ersten Gäste zumeist schon vor dem offiziellen Beginn des Zweiradtreffens eingefunden. Doch Sonntagmorgen begannen sie zu bangen. Es wurde halb zehn, auch zehn Uhr und nur vereinzelt rollten Freunde oder Bekannte zu dem Rollertreff. Dabei hatten sie das Treffen als besonders groß angekündigt und mit „Das Große Rollerfest in NRW“ geworben. Doch lange brauchten sie nicht mehr zu warten. Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Eine Gruppe Rollerfahrer nach der nächsten fuhr auf das Gelände an der B 54 und schon bald war vor lauter Zweiräder kaum noch Asphalt zu sehen. Aus Köln, Witten, dem Ruhrgebiet, überall kamen sie angereist. Zumeist waren sie in Gruppen und mit dem Kiersper Rollerclub befreundet, aber auch mancher Einzelfahrer hatte unterwegs die Hinweisschilder gesehen und war neugierig auf das Treffen geworden. Viele alte Schwalben waren wieder mit dabei, doch auch eine große Anzahl hubraumkräftiger Roller hatte sich eingefunden. Es wurde wieder gefachsimpelt, gesehen wie das neue Modell von Suzuki oder Piaggio aussah und dazu sich gestärkt. 90 Eier wurden beim Viertaktfrühstück verbruzzelt, bevor der Appetit der Gäste sich auf italienische Bratkartoffeln zu deutschem Leberkäse und Grillwürstchen hinwand.

Auch eine Rollertour bot der Rollerclub seinen Besuchern wieder an. Udo Sendler hatte eine Route ausgearbeitet, die den sauerlandfernen Rollerfreunden die Schönheit der Landschaft um Kierspe herum zeigte. Geplant war sie bereits für 11 Uhr, doch da die Clubs erst ziemlich spät in Kierspe eintrafen, wurde sie kurzerhand um eine Stunde verlegt. Doch dann ging es in einer langen Kolonne Richtung Wiebelsaat, Lengelscheid, Belkenscheid und Bollwerk wieder zurück zur B 54. Auch dann brachen die Rollerfreunde nicht auf, heimzufahren. Sie ließen sich Zeit, tranken noch Kaffee und aßen selbstgebackenen Kuchen, bevor sie sich auf den Heimweg machten.

Bis in den späten Nachmittag hinein lief dieses Zweiradtreffen des Kiersper Rollerclubs, doch dann wurde es Zeit, Schluss zu machen. Immerhin mussten die meisten von ihnen am nächsten Tag wieder arbeiten und aufgeräumt werden wollte ja auch noch. Mit ihrem „Großen Roller-Fest in NRW“ waren sie aber mehr als zufrieden und das gibt den neun Jungens vom Rollerclub wieder Auftrieb für ihr nächstes Rollertreffen Ende Mai des kommenden Jahres. – GeG

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