2011 – Unser Zweiradtreffen am 4. September

Die Wettervorhersage versprach für Sonntag nichts Gutes, doch der Rollerclub Kierspe wollte die Hoffnung nicht aufgeben. Trotz einer schlechten Prognose regnete es kaum, es war angenehm warm und die Sonne ließ sich oft blicken.

Zwar gab es morgens einen heftigen Regenguss, aber da hatten die Klubmitglieder schon die Zelte aufgebaut. Mit einem gemeinsamen Frühstück begannen sie ihren Tag, denn gestärkt wollten sie den Besuchern ihres Rollertreffens entgegen sehen. Wie bereits seit vielen Jahren hatten sie zu einem Zweiradtreffen an der B 54 auf dem Gelände der Firma Hohage eingeladen. Befreundete Rollerclubs aus Witten, Neuss, Köln und Ennepetal hatten ihre Kommen zugesagt. Zwar hatten sich einige Clubs von der Wettervorhersage abschrecken lassen, doch erfreulich viele Zweiradfreunde waren dennoch gekommen. „Wir laden bewusst zu einem Zweiradtreffen ein“, erklärte der Vorsitzende des Rollerclubs Peter Richter. „Wir möchten nicht nur Rollerfahrer hier bei uns begrüßen, sondern auch Motorradfahrer und Fahrradfahrer.“ Und die Fahrradfahrer waren in diesem Jahr zum ersten Mal zu Gast. Zwei Elektrobikes standen selbstbewusst neben Rollern und Motorrädern und wurden von vielen Besuchern mit Interesse begutachtet. Die Rollerfreunde „Jev Jas“ aus Neuss waren mit ihren Großrollern gekommen, zwei befreundete Biker aus Witten mit ihren Motorrädern. Jedoch aus allen Motorrädern und Rollern stach eines heraus. Blau-weiß, in den Schalkefarben lackiert, stand eine Simson Sperber, gebaut 1968 in der ehemaligen DDR. Sie gehört Reinhard Daus, der KFZ-Meister bei Mercedes in Meinerzhagen ist. „Gekauft habe ich sie in einem sehr schlechten Zustand vor 15 Jahren“, berichtete Reinhard Daus. „Bis vor drei Jahren stand sie so in meiner Garage. Dann packte mich der Ehrgeiz, ich zerlegte sie bis in die letzte Schraube und habe sie vollständig restauriert.“ Ein Jahr brauchte Reinhard Daus dafür, nun fährt er mit ihr spazieren, immer wenn er Lust dazu hat. Schnell ist sie nicht. Mit ihren 3,9 PS und 50 Kubik erreicht sie gerade eine Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern. „Mir gefällt an diesem Moped, dass die Technik ganz einfach ist“, schwärmte Reinhard Daus. „Kein elektronischer Schnickschnack, der kaputt gehen kann ist in ihr drin.“

Zu einer Ausfahrt ins benachbarte Oberbergische hatte der Rollerclub seine Gäste auch eingeladen. Udo Sendler hatte sich eine landschaftlich schöne Tour ausgedacht, die durch das Kerspetal Richtung Mühlen-Schmidthausen führte, an der Schanzmannsmühle vorbei Richtung Rönsahl. Dort ging es weiter Richtung Marienheide. Vorher bogen sie aber links zur Lingesetalsperre ab und nahmen den Weg über Dörscheln wieder zurück ins Volmetal.

Auch wenn in diesem Jahr zum Rollertreffen nicht so viele Zweiradfahrer gekommen waren, wie in Jahren mit besserem Wetter. Zufrieden dürfte der Rollerclub dennoch gewesen sein. Viele Zweiradfahrer hatten den Weg ins Volmetal gefunden und einem regen Fachsimpeln stand nichts im Wege. – GeG

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