2008 – Rothenburg ob der Tauber

Rothenburg ob der Tauber war unser Ziel Mitte Juni 2008. Nachdem wir in den letzten Jahren im Schwarzwald, in Thüringen und auch an der Nordsee gewesen waren, hatten wir uns für unsere Jahrestour Rothenburg ausgesucht.

Sieben Tage Zeit hatten sich die neun Rollerfreunde genommen, um durch Nordbayern und das Frankenland zu fahren. Morgens um 6 Uhr trafen sich die sechs Männer und zwei Frauen an der B 54 bei Hohage, viele leicht verschlafen nach dem späten Deutschlandspiel am Vorabend. 340 Kilometer wollten zurück gelegt werden, die meisten auf der Autobahn.Nach mehreren Stopps verließen wir hinter Aschaffenburg die Autobahn und das schönste Stück der Tour begann. Durch leicht hügelige Landschaft, vorbei an alten Stadtkernen fuhren wir durch das Taubertal und streiften Tauberbischofsheim, Bad Mergentheim und Creglingen bis wir an unser Ziel Rothenburg ob der Tauber kamen. Direkt an der Stadtmauer lag unser Hotel „Klingentor“, welches neben einem Biergarten auch Garagen für die Roller hatte. Der erste Weg vom Hotel war für uns der Weg in die Stadt, vorbei an reich blühenden Rosensträuchern, mittelalterlichen Häusern und Gruppen von Japanern, deren Zahl nicht mehr gezählt werden konnte. Fast als Fremde fühlten wir uns in der Stadt, ob der Übermacht der Ausländer. So lag die Frage in einer Gaststätte nicht fern, ob hier auch deutsch gesprochen wird. Doch wir hatten Glück, doch um uns herum saßen viele englische und japanische Touristen. Ihre erste Ausflugstour unternahmen wir am folgenden Tag zum Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Schillingsfürst. Nach einer Führung durch das Schloss ließen wir uns von dem dortigen Falkner die Lebensgewohnheiten von Adlern, Falken und Geiern erklären. Damit die Vögel auch zeigten was sie konnten, bekamen sie zur Belohnung immer etwas zu fressen. Hungrig waren wir nun auch geworden und setzte uns in einen Biergarten mit Blick über den Naturpark Frankenhöhe. Dinkelsbühl war unser nächster Halt. Die Mopeds am Ortskernrand abgestellt, machten wir am heißesten Tag der Tour in dicker Motorradbekleidung auf einen Erkundungsrundgang. Alte Häuser, mit Kopfstein gepflasterte Straßen und Wege und überall Blumen über Blumen ließ uns zu Fans dieser Stadt werden. Auf weiteren Ausflugstouren schauten wir uns Künzelsau an oder fuhren auch zum Altmühlsee. Dinkelsbühl blieb aber der schönste Ort neben Rothenburg. Wer von uns aufmerksam in die Landschaft sah, konnte interessante Dinge entdecken. Da stacksten Ströche durch das Gras, blaue Kornblumen und roter Mohn säumten Getreidefelder, alles nicht alltäglich. Die EM-Spiele schaute wir uns in einem Biergarten in Rothenburg an, in dem auch viele Einheimische waren. Für den Abend hatten wir uns auch eine Stadtführung mit einem Nachtwächter vorgenommen, doch die fiel in Wasser. An diesem Abend regnete es zum einzigen Mal und bei einem Landregen machte die Besichtigung keinen Spaß.
So schön Rollertouren durch Wälder und Felder auch sind, die Nordsee scheint uns Rollerfahrer wieder zu locken. So äußerten einige von uns den Wunsch, im nächsten Jahr dorthin zu fahren, eine Woche lang, wie die Jahre vorher auch.

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