Kategorie-Archiv: Ausfahrten

Treffen mit dem Scooter-Club-Oberberg


Heute trafen sich Thomas und Ina mit den Aktiven des Scouter-Clubs-Oberberg.
Vor deren Ausfahrt unterhielt man sich und fand viele Gemeinsamkeiten.
In diesen Gesprächen wurde auch klar gemacht, dass der Rollerclub-Kierspe  vollkommen offen ist auch für die „kleinen“ Scooter und es erging eine herzliche Einladung, sich mal bei einem der Treffen mittwochs sehen zu lassen.
Der Scooter-Club-Oberberg konzentriert sich im Moment hauptsächlich auf den großen
Bereich der 50er Fahrer. Man veranstaltet Ausfahrten und trifft sich im eigenen Forum
unter : http://www.scooter-club-oberberg.de.

Mosel Tour 2012

Fast 800 Kilometer legten wir in der vergangenen Woche auf unserer Jahrestour an die Mosel zurück. Elf Clubmitglieder hatten sich zu dieser Fahrt entschlossen, neun Rollerfahrer sowie Sabine Schriever und Helga Kriesten im Begleitfahrzeug.   

  Auch wenn der Start der Fahrt sich nicht so glücklich gestaltete, insgesamt gesehen konnten wir sehr zufrieden sein. Fronleichnam trafen wir uns um acht Uhr auf dem Parkplatz Wildenkuhlen. Wer noch keine Regenkombi anhatte, zog diese spätestens jetzt über, die ersten Tropfen fielen vom Himmel. Die Tour führte über Bergneustadt, wo sich noch Katharina und Thomas Krause der Gruppe anschlossen. Wintrich, in der Nähe von Bernkastel Kues, war das Ziel und es sollte bis dorthin keine Autobahn, nur Landstraße gefahren werden. Stefan Kriesten übernahm die Führung, ausgerüstet mit einem zuverlässigen Navigationsgerät. Für uns ging es nun an Waldbröl vorbei, mitten durch den Westerwald, über Koblenz, den Hunsrückhöhenweg entlang direkt in das Moseltal. Bevor wir unser Quartier in Wintrich ansteuerten, machten wir Rast in Berkastel Kues. Wie ausgewechselt war nun das Wetter. Die Sonne schien, es war warm geworden und die Straßencafes waren bis auf den letzten Platz besetzt. Nach einem Bummel durch die Stadt kam die letzte Etappe des Tages, ein Weingut in Wintrich. Auch wenn der Ort mit seinen knapp 1000 Einwohnern sehr klein war, gefeiert wurde hier kräftig. Gleich schon am ersten Tag bot sich für uns der Besuch des örtlichen Pfarrfestes an. Hier gab es Wein von den örtlichen Winzern und die ersten Kontakte zu Einheimischen wurden geknüpft. Leider nahm das Fest ein plötzliches Ende, ein heftiger Regenguss ließ die Besucher unter Zelte oder nach Hause flüchten.

Für den nächsten Tag war eine Fahrt nach Cochem angedacht. Entlang der Mosel, durch viele Kurven und malerische Städtchen, war gegen die Mittagszeit dieser stark besuchte Touristenort erreicht. Menschenströme schoben sich durch die kleinen Gassen und kein Meter Hausmauer blieb durch Souveniergeschäfte oder anderen Läden ungenutzt. Auf der Rückfahrt kehrten wir noch in Mesenich ein und besuchten dort den Winzer, von dem wir unseren Weißwein für den Glühwein auf dem Kiersper Weihnachtsmarkt beziehen. Obwohl die Wettervorhersage eher mäßig war, hatten wir einen idealen Tag, um mit unseren Fahrzeugen das Moseltal zu genießen. Für den Samstag hatte sich der Club vorgenommen, die Mosel in südlicher Richtung zu erkunden. Das Ziel war dieses Mal Trier, wo Gertrud Goldbach für die Gruppe einen guten Bekannten, Dr. Reinhold Wacker, für eine Stadtführung gewinnen konnte. Der studierte Historiker zeigte den Sauerländern die alten Wohntürme inmitten der Stadt, führte sie zur Porta Nigra, versorgte sie mit geschichtlichem Hintergrundwissen und ließ sie in die Basilika eintreten, dem Thronsaal des ehemaligen Kaisers Konstantin. Dieser Saal wird heute als evangelische Kirche genutzt. Auch der älteste Dom Deutschlands, der Trierer Dom, und die Liebfrauenkirche gehörten zum Besich-tigungsprogramm. So viel Kultur machte durstig und hungrig, da kam eine Pause in der Weinstube Kesselstadt, im Schatten der geschichtsträchtigen Mauern gerade richtig. Frisch gestärkt fuhren wir sodann nach Luxembourg, um uns dort mit Kaffee, Tabak und Benzin einzudecken. Viel Zeit blieb für das Nachbarland jedoch nicht, für abends hatten wir uns den Besuch der Weinblütenwanderung über den Weinlehrpfad zum „Großen Herrgott“ in Wintrich vorgenommen. Eintritt war hier ein kleines Glas zum Preis von sechs Euro, welches vor Beginn der Weinblütenwanderung verkauft wurde. Über 800 Menschen hatten sich bei herrlichstem Wetter eingefunden, um mitzugehen. Emsige Wintricher schenkten den Gästen lieblichen oder trockenen Weißwein in ihre Gläser, so viel sie nur mochten. Voran ging die Weinkönigin Carolin I. mit Weinprinzessin Diana. Unterwegs gab es noch Schmalzbrote und vom „Großen Herrgott“ aus hatten wir einen herrlichen Blick über das Moseltal. Der Ausklang des Abends fand auf dem Marktplatz bei Livemusik und viel Wein statt und einige von uns waren eher auf der Tanzfläche, als vor der Leinwand mit dem EM-Spiel Deutschland gegen Portugal zu finden. Mit dem nächsten Tag stand wieder die Heimfahrt auf dem Plan. Dieses Mal konnten wir unsere Regenkombi im Koffer lassen, denn die Sonne begleitete uns auf dem ganzen Weg. – GeG

2012 – Ausfahrt 1. Mai

Zu unserer ersten Ausfahrt trafen wir uns am 1. Mai auf dem Lidl-Parkplatz Wildenkuhlen. Über die Landstraße fuhren wir ganz entspannt bis nach Monschau in die Eifel. Dort besichtigten wir eine Senfmühle, probierten die ausgefallensten Senfsorten und machten danach einen Spaziergang durch die wunderschöne Innenstadt.

Auf der Rückfahrt fuhren wir einen anderen Weg, der uns an einer großen Biker-Ranch anhalten ließ. Hier kehrten wir noch einmal ein, bevor unser Heimweg über Köln nach Kierspe führte.

2010 – Jahresfahrt vom 5. bis 12. Juni nach Buch bei Tangermünde/Altmark

 

Um 5:45 Uhr ging es von Lüdenscheid los über die A 45, A 1 und A 2 nach Hannover, Richtung Wolfsburg und auf der Bundesstraße 188 weiter nach Stendal. 450 Kilometer sind wir gefahren. Endlich, um 14:30 Uhr erreichten wir nach drei Pausen unser gemütliches Quartier www.pension-güldenpfennig.de mit Terrasse und Gartenpavillon in der Nähe von Tangermünde.

Besser hätten wir es nicht treffen können. Die sehr gute Lage ermöglichte herrliche Touren nach Magdeburg zum wunderschönem Hundertwasser-Haus und dem berühmten Dom.

Potsdam und eine zweistündige Rundfahrt mit dem Schiff bis zum Wannsee erlebten wir bei herrlichem Wetter. Eine Tour nach Wolfsburg zur Autostadt können wir nur empfehlen. Ausfahrten in die nähere Umgebung zu den an der Elbe gelegenen Storchendörfern Rühstädt und Werben waren weitere Ziele. Die Müritz- und Ruppiner-Seen standen auch auf dem Programm. Die freundliche Gastlichkeit und das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis von Essen und Trinken bleiben in positiver Erinnerung.

Unterwegs waren wir mit neun Motorrollern, darunter die Marken Aprilia, Piaggio, Yamaha, Vespa, Honda und Kymco sowie einer schwergewichtigen GoldWing von Honda.

Glück hatten wir mit dem Wetter. So konnte jeder Tag für Touren

genutzt werden. Nur auf der Heimfahrt mussten wir ab Herford Regenzeug überziehen. Insgesamt sind über 2000 Kilometer auf verkehrsarmen und gut ausgebauten Straßen zusammen gekommen.

Wir werden bestimmt wiederkommen!

Günter Heckmann

 

2009 – Rollertour nach Greetsiel

Einmal im Jahr rollert der Kiersper Rollerclub nicht nur zum Rhein, zum Nürburgring oder ins Hochsauerland nach Winterberg, dann ist er für eine Woche „On Tour“. Für dieses Jahr hatten er sich als Ziel Greetsiel in Ostfriesland ausgesucht, denn der Ort war ihnen von einem Urlaub vor fünf Jahr noch gut in Erinnerung geblieben. Krabbenbrötchen und Fischplatten standen ihnen noch lebhaft vor Augen, als sie sich für die Nordsee entschieden.

Elf Männer und zwei Frauen machten sich Mitte Mai mit ihren Maschinen auf den Weg. Die kleinste hatte 125 cm3 und die größte Maschine 1300 cm3. Bis Greven, hinter Münster, ging der erste Teil der Strecke über die Autobahn, von dort aber über die Landstraße Richtung Papenburg. Morgens war es noch arg kalt, doch als die Sonne dann herauskam, machte das Rollern richtig Spaß. In Greetsiel verteilte sich die Gruppe auf mehrere Ferienwohnungen, die aber alle nicht weit auseinander lagen. Hatten sie noch am Samstag gutes Reisewetter, enttäuschte sie der Sonntag sehr. Es regnete in Strömen und so nutzten sie das Angebot der Kurverwaltung und gingen in die Badeoase schwimmen. Obwohl es nachmittags immer noch regnete, hielt sie nichts mehr in überdachten Räumen. Die Regenkombis wurden übergezogen und sie starteten nach Norden. Hier besichtigten sie die Stadt und kamen an einem Geschäft vorbei, in dem Harleys standen und welches vollgestopft mit Motorradzubehör und auch Bekleidung war. Wibke, die Tochter des Inhabers, übte gerade Rock and Roll mit ihrem Tanzpartner, was die Kiersper neugierig machte. Sie kamen ins Gespräch, fanden sich sympatisch und schon war die erste Besuchseinladung ausgesprochen. Auch Norddeich wurde an diesem Tag angefahren. Der Hauptgrund war ein Fischlokal, in welchem gut und günstig Fisch verzehrt werden konnte. Das Wetter meinte es von nun ab gut mit den Kierspern, die Sonne kam heraus und sie blieb, mit kleinen Unterbrechungen, die ganze Woche ihr Begleiter.

An Programm hatten sich die Rollerfahrer einiges einfallen lassen. Sie besichtigten in Emden das VW-Werk, in dem der Passat gefertigt wird, die Meyer-Werft in Papenburg und einige unter ihnen machten auch einen Abstecher in die Kunsthalle nach Emden. Gerollert wurde viel in dieser Woche. Eine „Siele-Tour“ wurde gemacht, die in Greetsiel startete, über Neßmersiel, Dornumersiel, Neuharlingersiel bis nach Horumersiel ging. Dort lag auch das Küstenwachboot 19, was gerade bei den Männern großes Interesse weckte.

Aufgefallen sind die Kiersper als Gruppe überall dort, wo sie waren. Gekleidet mit einheitlichen T-Shirts, Pullovern und Kappen konnte jeder Fremde sofort erkennen, welche Gruppe er vor sich hatte. So wurden sie von vielen Urlaubern angesprochen, entweder, weil sie selbst aus dem Sauerland kamen oder weil sie Tags zuvor, wie von den Arbeitern des VW-Werkes, wahrgenommen wurden. Auch Wibke, die Harleyfahrerin aus Norden, besuchte den Kiersper Rollerclub in seiner Stammkneipe in Greetsiel, etwas womit niemand gerechnet hatte.

Nicht ganz glatt ging die Woche für die Rollerfahrer. Bei einem Mitglied gab der Roller in Emden seinen Geist auf und wollte nicht mehr weiter fahren und bei einem anderen Rollerfahrer riss auf dem Heimweg bei Breckerfeld der Zahnradriemen. Doch ansonsten war es eine schöne Tour, auf der alle viel Spaß hatten, mit ihrem Roller oder auch ohne ihn. – GeG

2008 – Rothenburg ob der Tauber

Rothenburg ob der Tauber war unser Ziel Mitte Juni 2008. Nachdem wir in den letzten Jahren im Schwarzwald, in Thüringen und auch an der Nordsee gewesen waren, hatten wir uns für unsere Jahrestour Rothenburg ausgesucht.

Sieben Tage Zeit hatten sich die neun Rollerfreunde genommen, um durch Nordbayern und das Frankenland zu fahren. Morgens um 6 Uhr trafen sich die sechs Männer und zwei Frauen an der B 54 bei Hohage, viele leicht verschlafen nach dem späten Deutschlandspiel am Vorabend. 340 Kilometer wollten zurück gelegt werden, die meisten auf der Autobahn.Nach mehreren Stopps verließen wir hinter Aschaffenburg die Autobahn und das schönste Stück der Tour begann. Durch leicht hügelige Landschaft, vorbei an alten Stadtkernen fuhren wir durch das Taubertal und streiften Tauberbischofsheim, Bad Mergentheim und Creglingen bis wir an unser Ziel Rothenburg ob der Tauber kamen. Direkt an der Stadtmauer lag unser Hotel „Klingentor“, welches neben einem Biergarten auch Garagen für die Roller hatte. Der erste Weg vom Hotel war für uns der Weg in die Stadt, vorbei an reich blühenden Rosensträuchern, mittelalterlichen Häusern und Gruppen von Japanern, deren Zahl nicht mehr gezählt werden konnte. Fast als Fremde fühlten wir uns in der Stadt, ob der Übermacht der Ausländer. So lag die Frage in einer Gaststätte nicht fern, ob hier auch deutsch gesprochen wird. Doch wir hatten Glück, doch um uns herum saßen viele englische und japanische Touristen. Ihre erste Ausflugstour unternahmen wir am folgenden Tag zum Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Schillingsfürst. Nach einer Führung durch das Schloss ließen wir uns von dem dortigen Falkner die Lebensgewohnheiten von Adlern, Falken und Geiern erklären. Damit die Vögel auch zeigten was sie konnten, bekamen sie zur Belohnung immer etwas zu fressen. Hungrig waren wir nun auch geworden und setzte uns in einen Biergarten mit Blick über den Naturpark Frankenhöhe. Dinkelsbühl war unser nächster Halt. Die Mopeds am Ortskernrand abgestellt, machten wir am heißesten Tag der Tour in dicker Motorradbekleidung auf einen Erkundungsrundgang. Alte Häuser, mit Kopfstein gepflasterte Straßen und Wege und überall Blumen über Blumen ließ uns zu Fans dieser Stadt werden. Auf weiteren Ausflugstouren schauten wir uns Künzelsau an oder fuhren auch zum Altmühlsee. Dinkelsbühl blieb aber der schönste Ort neben Rothenburg. Wer von uns aufmerksam in die Landschaft sah, konnte interessante Dinge entdecken. Da stacksten Ströche durch das Gras, blaue Kornblumen und roter Mohn säumten Getreidefelder, alles nicht alltäglich. Die EM-Spiele schaute wir uns in einem Biergarten in Rothenburg an, in dem auch viele Einheimische waren. Für den Abend hatten wir uns auch eine Stadtführung mit einem Nachtwächter vorgenommen, doch die fiel in Wasser. An diesem Abend regnete es zum einzigen Mal und bei einem Landregen machte die Besichtigung keinen Spaß.
So schön Rollertouren durch Wälder und Felder auch sind, die Nordsee scheint uns Rollerfahrer wieder zu locken. So äußerten einige von uns den Wunsch, im nächsten Jahr dorthin zu fahren, eine Woche lang, wie die Jahre vorher auch.

2006 – Rollertour nach Zella-Mehlis/Thüringen

Einmal auf intakten Landstraßen so richtig zu rollern, das hatte wir uns vom Rollerclub Kierspe in der Woche vor Pfingsten vorgenommen und machten eine Ausflugstour nach Thüringen. Die kleinsten Maschinen waren zwei 80er Roller und die größte unter ihnen ein 750er Motorrad.

Zella-Mehlis, in der Nähe von Oberhof, war das Ziel der achtköpfigen Gruppe und so ganz glücklich begann die Fahrt für uns nicht. Noch auf der Sauerlandlinie bis Herborn und dann auf der Landstraße Richtung Marburg bekamen wir mächtig Regen ab. Doch je näher wir Deutschlands Osten kamen, um so trockener wurden die Straßen. Nach 340 Kilometern Anfahrt über größtenteils Landstraßen erreichten wir unser Ziel, ein ehemaliges Erholungsheim eines DDR-Betriebes. Der erste Eindruck dieses einsam gelegenen Gasthauses war nicht überwältigend. Die Zimmer waren sehr einfach und auch der Gastraum strömte den Flair eines alt-ostdeutschen Aufenthaltsraumes aus. Hier jeden Abend zu verbringen, erschien uns undenkbar. Doch weit gefehlt. Die Preise für die frisch zubereiteten Gerichte auf der kleinen Speisekarte und auch die für die Getränke (ein Glas Wein 1,50 Euro und 0,3 Bier für 1,35 Euro) überzeugten die Rollerfahrer ebenso, wie der trockene Humor des inzwischen 70 Jahre alten Gastwirtes Günter Greiner.

Gleich am Sonntag stand die erste Ausfahrt an. Eisenach, die Lutherstadt mit der Wartburg und dem Lutherhaus wollte besichtigt werden. Doch neben diesen berühmten Stätten bekamen wir auch an das mit zwei Metern Breite kleinste Haus Deutschlands. Auf der Rückfahrt machte unsere Gruppe noch an der bekannten Mattenschanze in Oberhof Pause, keine sieben Kilometer vom Heimatquartier entfernt. Für den Montag hatte Udo Sendler als Tourenführer die „Drei Gleichen“ ausgesucht. Das sind drei mittelalterliche Burgen, die Mühlburg, die Wachsenburg und die Burg Gleichen. Die Wachsenburg beherbergt ein Hotel, Restaurants und ein Burgmuseum, doch das wird erst um 11 Uhr geöffnet. In ihm sind alte Foltergeräte zu besichtigten aber auch die damals üblichen Keuschheitsgürtel waren ausgestellt. Für die Kiersper war die Besichtigung auch ein willkommener Anlass, sich aufzuwärmen. Zwar zeigte sich die Sonne in diesen Tagen häufig, doch es wehte immer ein kalter Wind. Interessant war der Abschluss der Tour. Es war der „Tobiashammer“, ein technischen Denkmal in Ohrdruf, mit einem der größten Dampfhämmer der Welt. Zwar kein Denkmal, doch einen technischen Betrieb, besichtigten die Kiersper am letzten Tag ihres Aufenthaltes. Sie besuchten die Suhler Gesenkschmiede und Bearbeitungswerk, welche direkt nach der Wende von dem Kiersper Unternehmer Helmut Fetting aufgebaut und geführt worden ist. Heute beschäftigt das Werk 60 Mitarbeiter und stellt Teile für die Automobilindustrie, die Schifffahrt und die Eisenbahn her.

Die Lieblingsstrecke für uns wurde bald das Stück Landstraße von Oberhof nach Zella-Mehlis. Auf diesem sieben Kilometer langen Stück wand sich eine Haarnadelkurve in die nächste und das Fahren machte so richtig Spaß. Ansonsten bewegten sich die Touren eher auf geraden oder leicht kurvenreichen Strecken, durch Felder und auch Mischwälder. Doch nicht alles lief auf dieser Fahrt nach Plan. An einem Tag streikte der Roller des Rollerkollegen Klaus Redlich, die Werkstatt in Meinerzhagen hatte den Zahnradriemen nicht richtig angebracht. Doch anstatt groß Ersatzteile für den Roller zu bestellen, holte der Mechaniker nur eine Feile, brachte das defekte Teil wieder in die richtige Form und so konnten die Fahrten weiter geführt werden. Zwar hatten die Kiersper vor, ihre Thüringertour bis zum Freitag auszudehenen, doch bereits am Mittwoch holte sie das schlechte Wetter aus dem Sauerland ein, so dass sie sich entschlossen, einen Tag eher nach Hause zu fahren. Insgesamt gesehen hatten wir es aber wettermäßig noch besser als die Daheimgebliebenen getroffen, denn in Thüringen regnet es durch das kontinentale Klima nicht so oft. – GeG

2005 – Schramberg im Schwarzwald

Bereits vor zwei Jahren war der Rollerclub Kierspe auf seiner Jahresfahrt in Schramberg im Schwarzwald. Dort hatte es der kleinen Rollergruppe so gut gefallen, dass sie in diesem Jahr wieder hingefahren ist. Gut 400 Kilometer war es für die Kiersper, die sie bis Schramberg zurücklegen mussten. Während sie beim letzten Mal sich noch Straßburg und auch Freiburg angesehen hatten, führten ihre Wege in diesem Jahr zum Feldberg, an den Titisee oder auch an den Schluchsee. Bei „Schauinsland“ fuhren sie mit der Gondel hinauf auf den Berg und genossen die weite Aussicht von dort. Auch die Benediktinerabtei in Todtmoos besuchte die 10köpfige Gruppe.

Großes Glück hatten sie, als sie einen einheimischen Rollerfreund in Schramberg kennen lernten. Er führte sie an einem Tag über Straßen und durch Täler, die sehenswert waren und die die Rollergruppe von sich aus nicht befahren hätte. Vom Wetter hatten die Zweiradfahrer Glück. Zwar bekamen sie ab und an einen Schauer mit, doch im großen und ganzen blieb es trocken.

Ein Grund für den Rollerclub wieder nach Schramberg zu fahren, wahr die Lage des Hotels. Es war direkt in der Innenstadt und die Wege zu Biergärten und Gaststätten waren nicht weit. Der zweite Grund waren sicher die kurvenreichen Strecken, die im Schwarzwald zu fahren waren. So richtig in die Kurven legen, konnten sich hingegen nur die Motorradfahrer des Rollerclubs. Doch da sie alle als Gruppe unterwegs waren und jeder auf den anderen Rücksicht nahm, hielt sich das auch in Grenzen.

1700 bis 2000 Kilometer war der Rollerclub unterwegs und mit den Rollern lief alles glatt bis auf dem Rückweg bei Olpe. Da gab der Roller des Clubmitgliedes Klaus Redlich seinen Geist auf und musste abgeschleppt werden. – GeG