Kategorie-Archiv: Rollertreffen

Berichte und Infos zu Rollertreffen

2006 – Rollertreffen Mai

Der Samstag verhieß vom Wetter her nichts Gutes und so hatten wir vom Rollerclub Kierspe die größten Befürchtungen, dass sein Zweiradtreffen an der B 54 ins Wasser fallen würde. Wir hatten jedoch Glück. Entgegen den Voraussagen blieb es den ganzen Sonntag über trocken und so hatten sich viele Rollerclubs aufgemacht, den Kierspern einen Besuch abzustatten.

Fast 50 Roller standen am Sonntagmittag dicht gedrängt auf dem Gelände der Schraubenfabrik Hohage an der B 54, mehr, als wir in ihren kühnsten Träumen erhofft hatten. Neben den älteren Modellen gab es dieses Mal auch Kurioses zu sehen. Nino aus Menden kam mit einer Vespa Car P 2 Baujahr 1993 angereist, die mit 8 KW und 216 Kubikmeter maximal 64 km/h bringt. Auf der Ladefläche dieses Motorrad-LKW’s hatte Nino etwas mitgebracht, was sofort eine große Interessentengruppe um ihn bilden ließ: ein Klappmokik von Di Blasi, Baujahr 1995 mit 1 kw. So recht mochte niemand glauben, dass dieses Teil auch fahrtüchtig ist und so packte Nino das Klappmokik aus und drehte auf dem Platz ein paar Ehrenrunden.

Erstaunlich viele Frauen waren am Sonntag mit ihren Zweirädern angereist und die waren zum Teil nicht ohne. Vielfach waren sie nur mit der Führerscheinklasse I zu fahren und wenn nicht, waren es schon größere und bequemere Roller. Die Zeiten, da Frauen nur als Sozius auf dem Motorrad sitzen, scheint vorbei zu sein. Für Dustin aus Wattenscheid war sie aber noch nicht reif. Während sein Papa vom Wattenscheider Rollerclub mit seinem Roller nach Kierspe gefahren war, ist er ihm mit seiner Mutter in einem Auto nachgereist. Doch am Ziel angekommen ließ er sich nicht mehr halten. Sein Stammplatz war nun der Sitz auf dem Roller seines Vaters.

Es waren viele befreundete Rollerclubs zu uns gekommen. Wir pflegen Kontakte mit Clubs aus dem Ruhrgebiet, aus Remscheid, Ennepetal oder auch Hagen. Über 40 Einladungen hatten wir im Vorfeld dieses Zweiradtreffens verschickt und mit der Resonanz waren wir mehr als zufrieden. Nach diesem arbeitsreichen Wochenende winkt für sie nun aber ein erfreulicher Termin. Am Samstagmorgen geht es nach Zella-Mehlis unterhalb von Gotha. Dort verbringen wir eine Woche mit Ausflugstouren in den Thüringer Wald. – GeG

2005 – Rollertreffen September

Seit sieben Uhr morgens war schon die kleine Truppe der Rollerclubmitglieder auf dem Betriebsgelände der Firma Hohage an der B 54, um Zelte, Tische und Bänke aufzubauen. Bislang hatten sich die ersten Gäste zumeist schon vor dem offiziellen Beginn des Zweiradtreffens eingefunden. Doch Sonntagmorgen begannen sie zu bangen. Es wurde halb zehn, auch zehn Uhr und nur vereinzelt rollten Freunde oder Bekannte zu dem Rollertreff. Dabei hatten sie das Treffen als besonders groß angekündigt und mit „Das Große Rollerfest in NRW“ geworben. Doch lange brauchten sie nicht mehr zu warten. Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Eine Gruppe Rollerfahrer nach der nächsten fuhr auf das Gelände an der B 54 und schon bald war vor lauter Zweiräder kaum noch Asphalt zu sehen. Aus Köln, Witten, dem Ruhrgebiet, überall kamen sie angereist. Zumeist waren sie in Gruppen und mit dem Kiersper Rollerclub befreundet, aber auch mancher Einzelfahrer hatte unterwegs die Hinweisschilder gesehen und war neugierig auf das Treffen geworden. Viele alte Schwalben waren wieder mit dabei, doch auch eine große Anzahl hubraumkräftiger Roller hatte sich eingefunden. Es wurde wieder gefachsimpelt, gesehen wie das neue Modell von Suzuki oder Piaggio aussah und dazu sich gestärkt. 90 Eier wurden beim Viertaktfrühstück verbruzzelt, bevor der Appetit der Gäste sich auf italienische Bratkartoffeln zu deutschem Leberkäse und Grillwürstchen hinwand.

Auch eine Rollertour bot der Rollerclub seinen Besuchern wieder an. Udo Sendler hatte eine Route ausgearbeitet, die den sauerlandfernen Rollerfreunden die Schönheit der Landschaft um Kierspe herum zeigte. Geplant war sie bereits für 11 Uhr, doch da die Clubs erst ziemlich spät in Kierspe eintrafen, wurde sie kurzerhand um eine Stunde verlegt. Doch dann ging es in einer langen Kolonne Richtung Wiebelsaat, Lengelscheid, Belkenscheid und Bollwerk wieder zurück zur B 54. Auch dann brachen die Rollerfreunde nicht auf, heimzufahren. Sie ließen sich Zeit, tranken noch Kaffee und aßen selbstgebackenen Kuchen, bevor sie sich auf den Heimweg machten.

Bis in den späten Nachmittag hinein lief dieses Zweiradtreffen des Kiersper Rollerclubs, doch dann wurde es Zeit, Schluss zu machen. Immerhin mussten die meisten von ihnen am nächsten Tag wieder arbeiten und aufgeräumt werden wollte ja auch noch. Mit ihrem „Großen Roller-Fest in NRW“ waren sie aber mehr als zufrieden und das gibt den neun Jungens vom Rollerclub wieder Auftrieb für ihr nächstes Rollertreffen Ende Mai des kommenden Jahres. – GeG